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Das Fußballjahr 2012 reloaded


Ein persönlicher Kommentar von wohlnixx
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Die Bundesliga feiert Jubiläum. 50 wird sie, die Gute, die schon so viel Schönes erlebt hat und so viel Erschreckendes über sich hat ergehen lassen müssen, wie z.B. Bruno Labbadia, Michael Preetz oder die TSG Hoffenheim.
Wenigstens sorgt Letztgenannte zum Saisonauftakt schon mal für gute Laune. Die Truppe vom Babbel Markus, dem ungewollt besten Kaiser-Imitator weltweit, blamiert sich im DFB-Pokal und startet mit zwei Niederlagen in die Hinrunde. Das riecht bereits jetzt nach der ersten Trainerentlassung der Saison. Da sollte sich Spochtkamerad Babbel jetzt schon mal überlegen, wo er sich das Wappen seines nächsten Arbeitsgebers hintätowieren lassen will. Bei dem Verschleiß, den der Kollege an Trainerposten hat, dürfte bald nur noch Platz auf seinem Hintern sein.
Auch mein ganz spezieller Freund Michael “Wir halten an ihm fest” Preetz sollte sich vielleicht auch langsam nach einem neuen Betätigungsfeld umsehen. Die Hertha ist nämlich auch alles andere als optimal in die Zweitligasaison gestartet. Das könnte am mangelhaften Spielermaterial liegen. Aber sagen Sie das mal Herrn Preetz. Der Mann ist offensichtlich nicht nur mäßig geeignet für seinen Job, sondern obendrein so beratungsresistent wie ein Klingone auf Speed. Vielleicht hätte man sich früher mit dem Abstieg abfinden sollen, dann hätte man auf dem Transfermarkt möglicherweise noch ein Filetstück abbekommen. So aber gab’s nur Schweinehack.
Ein ähnliches Problem hatte damit natürlich auch “meine Heimat, meine Liebe, in den Farben Rot und Weiß” Fortuna Düsseldorf. Da Zeit und Geld für Klasse fehlten, gab’s statt dessen eben Masse. Wobei mir unerklärlich ist, dass es in einer Stadt wie Düsseldorf offenbar unmöglich ist, einen Sponsor aufzutreiben, der mal ein paar Millionen locker macht, um einen richtigen Kracher zu verpflichten. Hier sollte inzwischen auch der dämlichste Marketingstratege begriffen haben, dass der Verein Potential hat, wenn er so weiterarbeitet wie bisher, und es schick und angesagt ist, mit der Fortuna zu fraternisieren. Natürlich ist Großsponsoring ein Risiko. Genau wie auf einer südfranzösischen Autobahnraststätte auf's Klo zu gehen oder sein Kind auf die Montessorischule zu schicken. Machen aber trotzdem noch genug Leute. Vielleicht sollte Düsseldorf einfach selbst als Hauptsponsor auftreten. Das sollte für eine Stadt, die schwarze Zahlen schreibt, doch eigentlich kein Problem darstellen. Ein neuer U-Bahn-Tunnel oder ein Abriss eines Strassenbaudenkmals weniger und der Etat für zwei bis drei Saisons wäre wohl gesichert. Aber auch ohne Toptransfer beschert die Fortuna ihren Fans nach 15 Jahren eine respektable Rückkehr in die Bundesliga. Man trotzt sogar dem Nachbarn aus Gladbach einen Punkt ab, was meinen Schwager etwas wurmt, der unerklärlicherweise seit seiner Kindheit ein Anhänger der Fohlen ist, was ich mir nur dadurch erklären kann, dass er mal eine schwere Kopfverletzung nach einem Kettcar-Unfall hatte, an den er sich einfach nicht mehr erinnern kann.
Die Rückkehr des 1.FC Köln in Liga 2 fällt dagegen wenig glanzvoll aus. Sportlich stark verbesserungswürdig leistet sich der Verein obendrein Fans, die einem Spieler vor dessen Haustür auflauern und ihm Prügel androhen, mit der Konsequenz, dass der um die Auflösung seines Vertrages bittet. Da frage ich mich doch, warum das noch keine Horde aufgebrachter FDP-Wähler bei Philipp Rösler versucht hat? Das würden sogar 98% der deutschen Wählerschaft begrüßen. Abgesehen davon hätte der Bub für den Blödsinn, den er ständig verzapft, wirklich mal 'ne Abreibung verdient. Zu meiner Zeit waren es genau diese Typen, die einmal in der Woche auf dem Pausenhof eins drüber gekriegt haben, weil sie doof guckten, 'nen Pullunder trugen und/oder klugscheißende Streber waren. Auf Rösler trifft das immerhin auch heute alles noch zu.
In Wahrheit gibt es aber nur einen Profi, der nach zwei Spieltagen eine ordentliche Tracht Prügel verdient hätte. Natürlich kann man mal einen Elfer verschießen. Aber wer einen Nachschuss so grandios daneben bolzt wie Vedad Ibisevic am 1.Spieltag, dem gehört richtig der Hintern versohlt. Und wer dann am 2.Spieltag noch eine Rote Karte der besonders dämlichen Art kassiert und damit seiner Mannschaft im zweiten Spiel den zweiten Bärendienst erweist, der gehört sogar auf dem Achterdeck einer eigens für ihn erbauten Sklavengaleere ausgepeitscht. Schade, dass der Bosnier am 3.Spieltag gegen die Fortuna gesperrt ist. Jetzt wäre nämlich als nächstes ein schickes Eigentor an der Reihe. Natürlich wird das alles von den Medien hochsterilisiert, wie Stuttgarts Oberblitzbirne Bruno Labbadia wohl sagen würde. Wie dem auch sei, in München lassen sich die Schwaben jedenfalls innerhalb von 20 Minuten abschlachten und kommen am Ende mit dem 1:6 noch gut weg, weil die Bayern ab der 50.Minute den Gang rausnehmen und im Leerlauf bis zum Abpfiff rollen. Da scheint jemand in Frühform zu sein.
Das kann man vom HSV nicht gerade behaupten. Dort laboriert man an den selben Problemen wie in der letzten Saison. Jetzt soll es wieder Sylvie van der Vaart richten. Die Blondine soll mit ihren Bällen im Mittelfeld für Aufsehen sorgen. Das könnte hinhauen. Wenn die Hamburger Profis während des Spiels allerdings schon ans gemeinsame Duschen denken und in der Halbzeitpause per Schnick, Schnack, Schnuck ausmachen, wer Sylvie dabei den Rücken einseifen darf, könnte es während des Spiels zu Konzentrationsschwierigkeiten kommen. Aber Trainer Fink wird da sicherlich Abhilfe schaffen, indem er sein neues Mittelfeldstarlett in den entscheidenden Momenten von der Truppe absondert, um in Einzelgesprächen - vorzugsweise im Entmüdungsbecken - genau zu klären, was er von ihr erwartet. Sicher ist mal, das die Waldläufe des HSV jetzt immer ein wenig länger dauern, weil alle bemüht sein werden, hinter Sylvie zu laufen und sie keinesfalls zu überholen.
Sowas kann man sich in der Nationalmannschaft natürlich nicht erlauben. Da wird der Druck größer, weil Jungs wie Reus und Götze massiv ins erste Aufgebot drängen. Gerade bei Reus wäre es auch irgendwie komisch, ihn weiter auf der Bank schmoren zu lassen, denn offensichtlich hat er nicht nur die Form der letzten Saison konservieren können, sondern ist ja jüngst auch zum Fußballer des Jahres gekürt worden. So einer muss spielen. Das beste Pferd im Stall lässt man schließlich nicht auf der Weide. Die Linke macht das ja auch nicht. Oscar Lafontaine spannt sich da freiwillig immer wieder selbst vor den Karren. Gut, die haben aber auch kein anderes Zugpferd, abgesehen von Sahra "Frozen Face" Wagenknecht, die sich aber freiwillig zur Zuchtstute hat degradieren lassen, um mit Oscar jede Menge linken Nachwuchs zu zeugen. Vorspiel aber bitte nur auf der linken Seite des Bettes und mit der linken Hand, vorzugsweise in Karl-Marx-Bettwäsche, und wenn die ultralinke Brut dann erstmal da ist, wird auch nur mit der linken Brust gestillt. Gruselig. Darüber könnte man dann einen Monsterfilm im Stile der 50er Jahre drehen, mit einem schönen, reißerischen Titel wie "It came from the Left", "Godzilla versus Left Menace" oder "Linke Bazillen bedrohen Berlin". Frau Wagenknecht kann ich mir allerdings auch sehr gut in einem neuen SciFi-Horror-Streifen vorstellen: "Alien, Predator & Angela versus Red Sahra". Wer da am Ende überlebt und in der Schlussszene seine Eier in den Leichnam vom dicken Gabriel legt, sollte wohl allen klar sein...
Überleben wird die Deutsche Nationalmannschaft wohl die WM-Qualifikation. Nach dem holprigen 3:0 gegen die Schafsinseln werden in Österreich wie immer die verbalen Messer gewetzt, so unoriginell wie jedesmal, wenn es gegen die "Piefkes" geht. Córdoba, die heimliche Hauptstadt des österreichischen Fußballs, ist mal wieder in aller Munde. Gähn. Es wird wirklich Zeit, dass unsere südlichen Nachbarn mal ein anderes Fussballschwergewicht bei einer WM besiegen. Dazu müsste man sich allerdings erstmal für ein solches Turnier qualifizieren. Da sehe ich trotz der neun Bundesligaprofis im Aufgebot allerdings schwarz, vor allem angesichts kleiner Stolpersteine wie Färöer, denn "die (also Färöer) sind nicht Andorra", wie uns Fredi Bobic kürzlich erst wissen ließ. Immer wieder herrlich, wenn ein Fußballer sein geballtes Wissen kund tut.
Folgenden Tipp möchte ich allem deutschen Fußballanhängern noch ans Herz legen: Wenn Sie irgendwann mal einem ausgelassenen österreichischen Fußballfan begegnen, der Ihnen voller Inbrunst den Namen "Córdoba" ins Gesicht brüllt, antworten Sie ihm ruhig und sachlich mit "Landskrona". Er wird wissen, was Sie meinen...
Ach, übrigens: In Wien bestreitet die Deutsche Mannschaft das mit Abstand unterirdischste Pflichtspiel seit Jahren. Und gewinnt. Mal wieder geht der ÖFB gegen den DFB trotz starker kämpferischer Leistung leer aus. I werd narrisch...